Lorbeer – Räucherwerk für einen klaren Verstand

Lorbeer - Blätter
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Geschichte

Der griechische Sonnengott Apoll liebte die Nymphe Daphne. Doch sie erwiederte seine Liebe nicht. Als ihr seine Zudringlichkeit zuviel wurde, wandte sie sich an die anderen Götter. Diese verwandelten sie in einen Lorbeerbaum. Von nun an widmete sich Apoll dem Lorbeerbaum. Die Menschen der Antike huldigten dem Sonnengott Apoll seither mit dem Rauch des Lorbeers.

Schon allein in der Wärme der Sonnenstrahlen verströmt der Lorbeer seinen aromatischen Duft. Dieser Geruch verbreitet sich auch beim Räuchern.

Der Lorbeer trägt das Thema Selbsterkenntnis, inneres Wachstum und Visionen in sich. Über den Tempel des Orakeltempels von Delphi standen die Worte „Erkenne dich selbst“.

Noch heute gilt auch der Lorbeerkranz auch als Zeichen des Ruhmes einer Auszeichnung sowie des Friedens.

Wirkung beim Räuchern

Beim Räuchern beruhigt der Lorbeer den Intellekt, klärt den Geist und lässt Visionen aufsteigen. Ein klarer Verstand soll zu klaren Entscheidungen und konkretem Handeln verhelfen.

Verwendung im Alpenraum

Bei uns im Alpenraum wurde am Vorabend von Dreikönig am 6. Januar das Haus mit geweihtem Lorbeer geräuchert. Als Mittel gegen die Finsternis und als lichtbringedes Sonnenkraut. Denn der 6. Januar ist das Ende der Rauhnächte und somit das Ende der finsteren Zeit. Er schützte das Haus und verhalf zu prophetischen Träumen. Er stärkt die Tatkraft und die Ausdauer und hilft bei Wachstums- und Erkenntnisprozessen.

Der Rauch, sowie auch der heiße Wasserdampf mit Lorbeeröl klärt außerdem die Lunge, hilft Bakterien zu bekämpfen und reinigt die Atemwege von Verschleimungen, lässt wieder frei durchatmen. Hildegard von Bingen schreibt sogar, täglich ein Brot mit dem Pulver vermahlener Lorbeer Beeren heilt sogar kranke Lungen. Das Öl aus den Früchten kann auch als Einreibemittel bei Problemen mit dem Bewegungsapparat verwendet werden.

Lorbeer als Gewürz

Die aromatischen Blätter des Lorbeer, passen wunderbar in Suppen und Eintöpfe aber auch zum Einlegen von Gurken, Heringen oder auch Gewürzessig. Ebenso stärkt er die Verdauung, den Appetit, hilft gegen Blähungen und lindert Frauenbeschwerden.

Gastbeitrag von Gabriele Kofler

www.geh-spuer.at

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