No Carb, Low Carb, Slow Carb? 3-Stufen-Plan

Low Carb - Pasta
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Der Begriff Low Carb bezeichnet verschiedene Ernährungsformen, bei denen der tägliche Kohlenhydratanteil der Nahrung reduziert wird. Gründe für Low Carb Diäten sind meist eine gewünschte Gewichtsabnahme, die Therapie von Stoffwechselerkrankungen oder das Bemühen um eine vorbeugend allgemein gesunde Ernährungsform.

Der Kohlenhydratanteil schwankt bei den verschiedenen Ernährungsformen von fast Null bis zu geringer Reduktion mit ausgewählten Kohlenhydraten unter Berücksichtigung des Glykämischen Index oder der Glykämischen Last. Schwankend sind auch der Fett- sowie der Eiweissanteil der Nahrung sowie die gleichzeitige Forderung nach körperlicher Betätigung von täglichen Trainingseinheiten bis zur Unerheblichkeit.

Hier einige ausgewählte Beispiele für Low Carb Diätformen:

  • Anabole Diät
  • Atkins Diät
  • Glyx Diät
  • Hollywood Diät
  • LCHF (Low Carb High Fat)
  • Logi Methode (Nicolai Worm)
  • Lutz Diät
  • Ketogene Diät
  • Montignac Methode
  • New York Diät (David Kirsch)
  • South Beach Diät
  • Strunz Diät

Die Wirkmechanismen:

Die menschliche Zelle wird über Einfachzucker im Blut mit Energie versorgt. Diese Zucker können entweder direkt mit der Nahrung aufgenommen werden oder aus längerkettigen Kohlenhydraten – wie z.B. in Getreide zu finden – vom Verdauungssystem umgewandelt werden. Das nennt man Glycolyse.

Fettmoleküle hingegen haben zwar eine hohe Energiedichte, sind aber vom Körper nur mit hohem Aufwand zu verstoffwechseln. Werden nun nicht mehr ausreichend Kohlenhydrate mit der Nahrung aufgenommen, um den Energiebedarf zu decken, stellt sich der Körper von Glycolyse auf Lipolyse um, also von einfachem Zuckerstoffwechsel auf Fettstoffwechsel. Jetzt werden in der Leber aus den Fettreserven des Körpers Ketonkörper als alternative Energieträger gewonnen. Ist körpereigene Fett soweit verbraucht, dass keine weitere Gewichtsreduktion gewünscht wird, können auch aus zugeführten Fetten – etwa hochwertigen pflanzlichen Ölen – Ketonkörper gebildet werden. Gleichzeitig sinkt der Insulinspiegel und stabilisiert sich, die durch die typische westliche Ernährung gestresste Bauchspeicheldrüse wird entlastet.

Der Verzicht auf Kohlenhydrate kann zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. Hier einige ausgewählte Studien, die dies belegen:

Eine hervorragende Patientenbroschüre für Ketogene Ernährung (nicht nur) bei Krebserkrankungen der Universität Würzburg finden Sie hier.

Wenn Sie hier in diesem Blog die Begriffe No Carb, Low Carb und Slow Carb lesen, können Sie von folgenden Definitionen ausgehen:

Low Carb ermöglicht einen sehr schnellen Einstieg in die Ketose binnen ca. 48 Stunden, in denen die Glucosespeicher der Leber geleert werden. Die maximale Kohlenhydratmenge liegt hier bei den meisten unter 20g pro Tag. In wenigen Fällen kann sie auch darunter liegen und nahe Null gehen (No Carb). Erfahrungsgemäß ist der Körper bei konsequenter Anwendung binnen 100 Tagen in stabiler Ketose und auch die psychologischen Mechanismen haben sich meist soweit eingespielt, dass nun die Experimentierphase, Slow Carb, beginnt. Jetzt können schrittweise langsam auch kohlenhydratreichere Lebensmittel probehalber in den Speiseplan eingebaut werden wie etwa Hülsenfrüchte oder Obst, um deren Verträglichkeit zu testen.

Um Ihren individuellen Ernährungsplan erstellen zu können sollte jedenfalls der Status Quo ermittelt werden und Verlaufsmessungen mittels der Bioelektrischen Impedanzanalyse gemacht werden.

Ihren Termin für eine kostenlose Erstberatung bekommen Sie hier: office@praxis-am-see.at.

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