Magnesium – Schatz des Meeres

Magnesium - Meereswelle
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Magnesium ist eines der zehn häufigsten Elemente der Erdkruste. Meist ist es in Mineralen gebunden, die ganze Gebirgszüge bilden können – wie etwa die Dolomiten. Auch Chlorophyll enthält Magnesium. Und natürlich Meerwasser: Mehr als ein Kilo pro Kubikmeter. Metallisches Magnesium kennt man von Fotoblitzlicht, Leuchtmunition, Feuerstein und Zunder oder Fackeln, die unter Wasser brennen. Als Leichtmetalllegierung war Magnesium schon beim Zeppelinbau in Verwendung, später in der Autoindustrie. Aus der Landwirtschaft ist Magnesium als Düngemittel nicht mehr wegzudenken.

Auch für unsere Gesundheit ist es unentbehrlich. Nervensystem, Stoffwechsel, Muskulatur, Knochen und Immunsystem sind auf eine regelmäßige Versorgung mit Magnesium angewiesen. Eigentlich sollte der Magnesiumbedarf rein rechnerisch über die Nahrung gedeckt werden können, was sich in der Praxis jedoch schwierig umsetzen lässt. Gründe hierfür sind einseitige Ernährungsformen, der Konsum von Fertigprodukten und zu wenig Vollkornprodukte und Gemüse. Magnesiummangel ist auch eine Begleiterscheinung vieler Krankheiten, nicht zuletzt durch die dauerhafte Einnahme bestimmter Medikamente bedingt, wie der Pille, Kortison, bestimmter Antibiotika, Abführmittel, Entwässerungsmittel, Chemotherapeutika, Mittel gegen Herzschwäche, Asthma,… Auch Alkohol ist ein Magnesiumräuber. Nikotin und Umweltgifte verursachen einen Magnesiummangel. Bei Stress und besonderer körperlicher Belastung (Sport) steigt der Magnesiumbedarf.

Magnesium Sport

Der Körper enthält ca. 25 g Magnesium. Mehr als die Hälfte davon in den Knochen, der Rest ist vornehmlich in den Zellen der Organe. Weniger als 1% ist im Blut zu finden (weshalb die Diagnostik über das Serum zu unsensibel ist und latente Mangelzustände leicht übersehen werden können). Über 300 Enzyme sind auf diesen Mineralstoff angewiesen. Es beeinflusst die Reizübertragung in Nerven und Muskeln und ist für die Mineralisation der Knochen verantwortlich. Es sorgt für Enspannung und Konzentration, ist entzündungshemmend, essentiell für den Eiweissstoffwechsel und den Aufbau von Muskelmasse.  Durch die Hemmung der Blutgerinnung, vermag es Thrombosen vorzubeugen. Ohne Magnesium geht vieles im Körper daneben.

Die Symptome eines Magnesiummangels können vielschichtig sein:

  • Asthma
  • Atemnot
  • Benommenheit
  • Burnout
  • Depressionen
  • Taubheits- oder Kältegefühle in Armen und Beinen
  • mangelnde Energie bis zu Erschöpfungszuständen
  • Geräusch- und Lichtempfindlichkeit
  • erhöhte Reizbarkeit
  • Herzbeschwerden
  • innere Unruhe
  • Appetitlosigkeit
  • Konzentrationsmangel
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Krämpfe in Waden oder anderen Muskelgruppen
  • Menstruationsstörungen
  • Verspannungen und Schmerzen
  • Ohrensausen
  • Schlafprobleme
  • Schwächezustände
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • allergische Symptome

Gute Magnesiumlieferanten sind Vollkorngetreide, Nüsse, Hülsenfrüchte und Kakaopulver (Zartbitterschokolade), die jedoch kaum in den erforderlichen Mengen täglich konsumiert werden können.

Magnesium in Zartbitterschokolade

Die Versorgung mit Magnesium lässt sich oral (über den Verdauungstrakt) oder auch transdermal (über die Haut) sicherstellen. Beides hat seine Vorteile und auch die Möglichkeit einer Kombination ist sinnvoll.

Eine bewährte, gut bioverfügbare und zudem günstige Magnesiumquelle ist Magnesiumchlorid-Hexahydrat.

Über das Verdauungssystem wird die Magnesiumaufnahme automatisch geregelt. Je mehr sich im Darmtrakt befindet, desto weniger wird aufgenommen. Außer bei Niereninsuffizienz gibt es damit kaum das Risiko einer Überdosierung.  Allerdings wird oral eingenommen nur etwa 30% des Magnesiums aufgenommen. Der Körper scheidet das überschüssige Magnesium über Durchfall wieder aus.

Über die Haut gibt es solche Nebenwirkungen nicht und das Magnesium wird zu 100% verwertet.

  • Lösen Sie 33 Gramm (ca. 6 TL) Magnesiumchlorid in einem Liter Wasser in einer Glasflasche auf.
  • Trinken Sie morgens und abends eine Dosis vor dem Essen.

Die offiziellen Empfehlungen für die Aufnahme von Magnesium liegen bei ca. 400mg täglich. Das reicht zwar meist um einen absoluten Mangel zu verhindern, ist aber noch fernab von einer gesundheitsfördernden Menge. Bei Krankheit, Stress, Sport, im Wachstum, im Alter, bei Alkohol oder Nikotinkonsum steigt die benötigte Menge auf bis zu 1000mg.

100ml Magnesiumchlorid Sole enthalten etwa 400mg Magnesium.

Diese Sole schmeckt leicht bitter. Sie können Sie aber mit etwas Zitronensaft und Süssstoff und mit viel Wasser verdünnt einnehmen. Mit etwas Phantasie geht das als Bitter Lemon durch.

Auf die Haut aufgetragen wird das Magnesium über die Zellen in den Blutkreislauf geschleust. So kann es gezielt lokal seine Wirkung entfalten, bevor es im ganzen Körper verteilt wird.

Füllen Sie die Sole in eine Sprühflasche und sprühen Sie nach dem Duschen oder bei einem Sonnenbad den Körper ein.

Für kleinere lokale Anwendungen wie Gelenksschmerzen oder Verspannungen ist das hochkonzentrierte Magnesiumöl gut verwendbar. Dazu mischen Sie ein Drittel Magnesiumchlorid mit zwei Dritteln Wasser. Das sollte bei Zimmertemperatur eine gesättigte Lösung ergeben, sprich es ist die Mindestmenge an Wasser mit der das Magnesium vollständig gelöst wird und nicht als Bodensatz ausfällt. Diese konzentrierte Lösung nicht auf offenen Wunden, frisch rasierter Haut oder Schleimhaut anwenden.

1ml Magnesiumöl enthält etwa 90mg Magnesium (1TL ≈ 5ml).

Auch ein Fussbad ist eine wohltuende Möglichkeit Magnesium in den Körper zu bringen. Lösen Sie maximal 400g Magnesiumchlorid in 5 Liter körperwarmem Wasser auf und baden Sie die Füsse 20-30 Minuten. Das entspricht einer 4%igen Lösung. Für ein Vollbad können Sie auch geringere Dosierungen mit 1-3% nehmen, da die ganze Hautoberfläche an der Magnesiumaufnahme beteiligt ist.

Wenn Sie zusätzlich noch etwas für die Entgiftung und Entsäuerung tun möchten, kombinieren Sie die Bäder mit Natron oder nehmen Sie es innerlich ein.

Nutzen Sie die ergänzende innerliche und äußerliche Anwendung vor allem bei schweren Erkrankungen.

Bezugsquellen:

Weiterführende Literatur:

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