Low Carb Joghurt Mousse mit Maiwipfel Sirup

Joghurt Mousse mit Maiwipfel Sirup
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Früher fehlte Maiwipfel Sirup in keiner Hausapotheke. Nicht nur in der Erkältungszeit war er ein Schatz. Auch zwischendurch wurde ab und zu ein Löffelchen vom köstlichen Sirup genascht.

Fichten und Tannen zeigen sich im Mai im Frühlingskleid. An den Enden der tiefgrünen Äste spriessen zarte hellgrüne Triebe – die Maiwipfel. Sie strotzen nur so vor Frühlingskraft mit einem beachtlichen Gehalt an ätherischen Ölen, Harzen, Tanninen und Vitamin C. Maiwipfel sind antiseptisch und schleimlösend und sind seit Jahrhunderten gegen Erkältungskranheiten im Gebrauch.

Maiwipfel

Maiwipfel Sirup ist wohltuend bei hartnäckigem Husten, Bronchitits, festsitzendem Schnupfen aber auch Asthma oder Keuchhusten. Man kann ihn löffelweise als Hustensaft einnehmen oder Kräutertee damit süssen. Getrocknet können die Triebspitzen als Tee aufgebrüht werden. Auch frisch als Gemüse kurz in Butter angeschwitzt oder in Smoothies sind sie eine ungewöhnliche saisonale Bereicherung für den Speiseplan. Mit dem kühlen Joghurt Mousse mit Maiwipfel Sirup können Sie Ihre Gäste überraschen.

Hier die Low Carb Variante dazu:

Rezept Maiwipfel Sirup:

Früher wurden Zucker und Maiwipfel lagenweise in eine grosses Glas geschichtet und für einige Woche auf eine sonnige Fensterbank gestellt. Für die Low Carb Variante habe ich Birkenzucker (Xylit) statt raffiniertem Rübenzucker verwendet, der praktischerweise ähnlich konservierend wirkt, aber bedeutend weniger Aufruhr im Blutzuckerspiegel verursacht. Zudem ist Xylit ein hervorragender Zahnschutz. Sie können es sogar – auf die nasse Zahnbürste gedrückt – zum Zähneputzen verwenden.

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • 750g Birkenzucker (Xylit)
  • eine grosse Schüssel bis zu fingerlange junge Maiwipfel von Fichte oder Tanne
  • ev. etwas Zitronensäure
  • ev. ein paar Tropfen ätherisches Fichten- oder Tannennadelöl

Zubereitung:

Bringen Sie einen Liter Wasser mit 750g Birkenzucker in einem weiten Topf (am besten Emaille) zum Kochen. Aufwallen lassen und eine Minute köcheln. Lassen Sie diesen Sirup nun abkühlen, bis er lauwarm ist. Geben Sie eine grosse Schüssel Maiwipfel dazu. Umrühren. Und für ein bis zwei Tage stehen lassen. Die Maiwipfel verlieren dabei ihre frische grüne Farbe und wechseln zu hellbraun. Mit etwas Zitronensäure können Sie den Geschmack noch abrunden. Und ein paar Tropfen ätherisches Fichten- oder Tannennadelöl schmecken richtig nach Wald. Jetzt können Sie den Sirup absieben und in heiss gewaschene, mit Schnaps ausgespülte Flaschen füllen und kühl und dunkel lagern. So hält sich der Sirup viele Monate. (Eine gestern verkostete Flasche von 2013 ist nach vier Jahren waldhonigfarben und köstlich im Geschmack!)

In kleine Flaschen gefüllt ist Maiwipfel Sirup ein begehrtes Mitbringsel zu Einladungen oder eine persönliche Aufmerksamkeit bei Krankenbesuchen.

Maiwipfel Sirup

Ein Tipp noch zum Sammeln: Räumen Sie nicht ein ganzes kleines Bäumchen von seinen Triebspitzen leer, sondern nehmen Sie von mehreren großen Exemplaren jeweils ein paar pro Ast. Nutzen Sie den Waldspaziergang, um bewusst und achtsam die Kraft der Natur in sich aufzunehmen.

Rezept Joghurt Mousse:

Zutaten:

  • 400g – am besten selbst gemachtes – Joghurt
  • 150 ml Maiwipfel Sirup
  • 4 Blatt Gelatine oder die entsprechende Menge Gelatinepulver oder Agar Agar
  • 250 ml Sahne
  • Schale und Saft einer Biozitrone

Zubereitung:

Weichen Sie die Gelatineblätter in kaltem Wasser ein. Verrühren Sie das Joghurt mit dem Maiwipfel Sirup und Saft und Schale der Zitrone. Lösen Sie die ausgedrückte Gelatine vorsichtig mit wenigen Löffeln Wasser durch Erwärmen auf und rühren Sie dann löffelweise Joghurt ein. Kalt stellen.

Wenn die Masse zu gelieren beginnt die steif geschlagene Sahne unterheben, in Gläser füllen und einige Stunden (am besten über Nacht) gut durchkühlen lassen.

Als Garnitur eignen sich hervorragend ein Tupfer Preiselbeerkompott oder ein paar Brombeeren.

Bezugsquelle:

Birkenzucker finden Sie inzwischen in fast jedem Supermarkt. Achten Sie darauf, dass es sich nicht um chinesische Ware aus Mais handelt, sondern aus nordeuropäischen Wäldern stammt. Die Birke muss es nicht unbedingst sein, auch Buchen werden für „Birkenzucker“ verwendet. Bequem schicken lassen können Sie sich Xylit hier.

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