Schleimlösende und auswurffördernde Heilpflanzen

image_pdfimage_print

Schleimlösende und auswurffördernde Pflanzen verflüssigen den eingedickten Schleim, steigern die Sekretion und erleichtern das Abhusten. Gefördert wird dies vor allem durch die enthaltenen Saponine, unterstützt durch ätherische Öle.

Ein Bild, das Pflanze, Blume, Sonnenblume enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
„Alant“ Bild von Alois Grundner auf Pixabay

Der mächtige Alant gehört in der traditionellen europäischen Medizin zu den wichtigsten Lungenheilpflanzen. Er ist ein stakres Heilmittel bei Lungenschwäche im Alter und bei Altershusten. Angeblich soll er die Zauberwurzel der Circe gewesen sein. Er wirkt kräftigend, auflösend, auswurffördernd, antiseptisch, schleimlösend, entzündungshemmend, fungizid, tonisierend. Er lindert Bronchialkatarrhe, Altershusten, Keuchhusten und chronischen Husten.

Inulin das stärkeähnliche Kohlenhydrat der Alantwurzel, schmeckt süßlich und wird als alternatives Süßungsmittel für Diabetiker eingesetzt werden können. Auch als Nährstoff für nützliche Darmbakterien hat es sich einen Namen gemacht.

„Anis“ Bild von Wolfgang Eckert auf Pixabay

Anis ist vor allem als Gewürz bekannt. Er wirkt antibakteriell, antiviral, stärkt das Immunsystem, fördert die Durchblutung und bringt Wärme in den Körper. So hilft er die Winterzeit mit all ihren Anforderungen an unseren Organismus gut und gesund zu überstehen. Anis wird als mildes, beruhigend wirkendes Hustenmittel und Stärkungsmittel eingesetzt. Als Schnaps ist er in vielen Kulturen beliebt, etwa im griechischen Ouzo, im türkischen Raki oder im französischen Pastis.

„Bibernelle“ Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Die Bibernelle ist ein wildwachsender Doldenblütler, der nur wenigen als Heilpflanze bekannt ist.  Sie wirkt hustenlindernd, mild auswurffördernd, schleimlösend, schleimbewegend, stärkend, schweißtreibend.  Damit findet sie Einsatz bei Erkältungskrankheiten, Husten, Bronchitis, Heiserkeit, Hals-, Rachenentzündungen und Angina. Sie kann als Tee oder als Gurgelwasser verwendet werden.

„Lungenkraut'“ Bild von Petra Göschel auf Pixabay

Das Lungenkraut ist, wie schon der Name sagt, ein altes Volksheilmittel bei Erkrankungen der Lunge. Im Frühling fällt das Lungenkraut besonders mit seinen violetten Blüten auf. Seine Blätterstruktur ähnelt optisch der Struktur des Lungengewebes. So wurde es als Basispflanze zur Lungenstärkung eingesetzt. Der hohe Kieselsäuregehalt hat auf das Lungengewebe eine reinigende und stärkende Wirkung. Die enthaltenen Schleimstoffe befeuchten und beruhigen Entzündungen, damit sie abheilen können. Das Lungenkraut ist damit weniger eine Hustenpflanze als eine Heilpflanze für die Lunge selbst. Eingesetzt wird es bei Lungenerkrankungen, Tuberkulose, Heiserkeit, Hals- und Brustentzündungen.

Ein alter Trank gegen Husten beruht auf folgendem Rezept: 10 g Lungenkraut, 10 g Leberkraut, 10 g Rosinen, 20 g Isländisches Moos, 10 g Lindenblüten, 6 g Erdbeerblätter, 30 g Süßholz, 40 g geschnittene Feigen mischen. 4 Teelöffel davon lässt man in einem halben Liter Wasser bis auf die Hälfte einsieden und trinkt zwischen den Mahlzeiten je ein achtel Liter davon.

„Schlüsselblumen“ Bild von Ingrid Bischler auf Pixabay

Schlüsselblumenwurzeln verflüssigen sehr gut den Schleim, damit er abgehustet werden kann. Außerdem wirken sie wie ein natürliches Antibiotikum. Vor allem bei älteren Menschen verschlimmert sich die Verschleimung oft dadurch, dass die Arbeitsleistung des Herzens vermindert ist, was zu einem Rückstau des Blutes und Schleim in den Lungen und damit zum Hustenreiz führt. Ist dies der Fall, sollte gleichzeitig der Kreislauf entlastet werden, indem die Wasserausscheidung gefördert wird. Genau dies bewirkt die schleimlösende Schlüsselblume.

Für Schlüsselblumentee übergießt man die Blüten mit heißem Wasser, lässt sie zwei bis drei Minuten ziehen und seiht sie ab. In meiner Gegend wird traditionell ein blumig duftender Ansatzbrand, der Schlüsselblumenschnaps angesetzt.

„Veilchen“ Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Das Veilchen, eine weitere Frühlingsblume, wirkt beruhigend, krampflösend und blutreinigend.

Der schleimlösende Veilchensirup wurde in der traditionellen europäischen Medizin bei Keuchhusten verwendet.  Veilchenfußbäder sorgen für einen tiefen Schlaf.  Außerdem sind Veilchen oft Bestandteil von Hustenteemischungen.

Hier ein altes Rezept für Veilchensirup:  Vier Teile frische Veilchenblüten übergießt man mit sieben Teilen siedendem Wasser, presst nach 24 Stunden ab und gibt dieselbe Menge Zucker hinzu. Durch Erwärmen löst man den Zucker auf und füllt dann in Flaschen ab.

Produktempfehlungen


Veilchensirup

Lungenkraut

Schlüsselblumen

Alant

Anis

Hildegard von Bingen

Schreibe einen Kommentar