Selbstfürsorge und innere Stärke in Zeiten des Corona Virus

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Die Psychoneuroimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit den Wechselwirkungen zwischen Psyche, Nervensystem und Immunsystem befasst. Erste Hinweise auf psychoneuroimmunologische Wechselwirkungen wurden bereits von Louis Pasteur 1878 vermutet, der beobachtete, dass Hühner unter Stresseinwirkung eine höhere Infektanfälligkeit zeigten. Etabliert wurde das Forschungsgebiet Mitte der 70er Jahre als Robert Ader experimentell nachwies, dass Immunsystem und Nervensystem zusammenarbeiten und voneinander lernen. Durch diese Grundlage wurde die Psychosomatik erklärbar, also warum psychologische Prozesse sich nachweisbar auf körperliche Funktionen auswirken.

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Die Auswirkungen von Stress auf das Immunsystem sind recht unterschiedlich und hängen von der Dauer, dem Zeitpunkt des Auftretens (aktuell oder weit zurückliegend) und der Handhabbarkeit ab. Also ist der Stress eine Herausforderung oder ist die Situation bedrohlich oder überfordernd? Kurzer akuter Stress kann das Immunsystem aktivieren. Langanhaltender und unkontrollierbarer Stress hingegen hat eine Immunsuppression zur Folge.

Auch Depression und Angst wirken sich negativ auf unsere Abwehrkräfte aus.

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Positive psychische Einflussfaktoren für die Immunreaktion sind beispielsweise Optimismus, ein hohes Selbstwertgefühl, eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung, soziale Bindungen, die mit Unterstützung, Anerkennung, Zugehörigkeit und Sicherheit einhergehen. Gefühle wie Dankbarkeit, Fröhlichkeit, Begeisterung oder Stolz bewirken schnellere Heilungserfolge und pushen das Immunsystem.

Bild von Jörg Vieli auf Pixabay

Wir Menschen schwimmen ständig in einem Strom von Gefahren. Die Schulmedizin folgt nun dem Ansatz der Pathogenese und versucht quasi den Menschen aus dem gefährlichen Fluss zu ziehen. Es gibt jedoch noch ein anderes Konzept, das Aaron Antonowsky entwickelte, während er sich fragte: Wie entsteht denn eigentlich Gesundheit? Wie kann sie bewahrt und verbessert werden? Die Salutogenese macht den Menschen zu einem guten Schwimmer und rüstet ihn fürs Leben, statt ihn nur an Land zu ziehen und dort liegenzulassen. Der Schlüssel dazu ist Selbstfürsorge.

Und dafür braucht es drei Komponenten:

  • Das Leben muss verstehbar sein.  Es muss geordnet, vorhersehbar und erklärbar sein.
  • Das Leben muss handhabbar sein. Alles was nötig ist, um den Herausforderungen des Lebens gerecht zu werden, muss vorhanden oder beschaffbar sein.
  • Und das Leben muss als sinnvoll erfahren werden. Ich muss das Gefühl haben, dass diese Herausforderungen mein Engagement und meine Investition verdienen.

Der zweite Ansatz, den ich ihnen näherbringen möchte, ist der, der positiven Psychologie, die sich nicht darauf beschränkt das Fehlende, von der Norm Abweichende zu suchen und zu beheben, sondern Selbstfürsorge postuliert, die eigenen Stärken und Ressourcen herauszufinden, bewusst und gezielt einzusetzen, zu tun was beflügelt und Kraft gibt. Machen Sie sich auf die Reise zu den Quellen Ihrer mächtigen Abwehrkräfte in der Tiefe ihres Bewusstseins.

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

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Literaturempfehlungen

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