Vitamin D – die Heilkraft des Sonnenhormons nutzen

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Vitamin D – das Sonnenhormon – moduliert das angeborene wie auch das erworbene Immunsystem. Es produziert körpereigene Antibiotika sowohl gegen Bakterien, wie etwa bei Tuberkulose, als auch Viren, wie im Falle der Grippe. Darüber hinaus schützt es vor Allergien und Autoimmunerkrankungen sowie überschießenden Immunreaktionen der Atemwege wie Asthma.

Studien zu Vitamin D

In einer Studie an Schulkindern zur Bewältigung der saisonalen Grippe wurden Schulkindern 1200 Einheiten Vitamin D3 pro Tag verabreicht. Das Ergebnis lässt sich sehen: Die Risikoreduktion bei Schulkindern, die Vitamin D3 eingenommen hatten, war um 64 Prozent höher, als in der Placebogruppe. Die Risikoreduktion in Bezug auf Asthmaanfälle betrug 83 Prozent.  Eine Metaanalyse, die im British Medical Journal 2017 veröffentlich wurde, dokumentiert den positiven Einfluss von Vitamin D3 zur Verhinderung akuter Atemwegsinfektionen.

Vitamin D für Schulkinder
Bild von jvalley678 auf Pixabay

In einer Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland wurde auch der Spiegel erhoben – mit erschreckenden Zahlen. Nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung verfügt über einen ausreichenden Vitamin D Spiegel. Besonders im Winter gibt es eine saisonale Schwankung nach unten durch den natürlich bedingten Lichtmangel. Es wird deutlich weniger – bzw. in unseren Breiten – eigentlich gar kein Vitamin D gebildet.

Vitamin D - Sonnenblume
Bild von Jorge Guillen auf Pixabay

Dosierung von Vitamin D

Um einen gesunden Vitamin D Spiegel aufrecht zu erhalten, braucht ein Erwachsener Mensch mit 70 kg rund 3500 Einheiten pro Tag. Angenommen der Vitamin D-Spiegel liegt bei dieser Person bei 10 ng/ml und sollte auf den Zielwert von mindestens 50 angehoben werden.  Nimmt man nun die empfohlenen 5000 Einheiten pro Tag ein, dauert es etwa 20 Monate, bis der regelrechte Spiegel erreicht wird.

Raimund von Helden empfiehlt daher eine hohe Anfangssupplementierung von mehreren 100.000 Einheiten, um binnen einer Woche den Zielwert zu erreichen. In unserem Falle wären das 400.000 Einheiten, um dann mit 3500 Einheiten den Spiegel aufrecht zu erhalten. Mit diesem Einnahmeprotokoll konnte er beeindruckende Verbesserungen verschiedenster Symptome in kürzester Zeit erreichen.

Überdosierung von Vitamin D?

Kann mans auch übertreiben? Da Vitamin D fettlöslich ist und gespeichert wird, ist das natürlich möglich. Allerdings sinkt die Resorptionsrate mit zunehmendem Spiegel, sodass es selbst bei relativ hohen Tagesdosen Monate dauert, bis man über das Ziel hinausschießt.

Die wenigen dokumentierten Fälle, bei denen das passiert ist, haben sich teils bei der Dosierung geirrt und versehentlich völlig überhöhte Dosen über längere Zeit eingenommen. Ein weiteres Missgeschick ist passiert, als eine Pharmafirma aufgrund eines Kommafehlers viel zu viel Wirkstoff in ihrem Präparat hatte. Bei den obengenannten Mengen sind keine Überdosierungen bekannt.

Wohl dem, der einen kundigen Arzt findet, mit dem er das besprechen kann. Ich empfehle Ihnen jedenfalls den kleinen Leitfaden von Raimund von Helden mit zahlreichen Fallbeispielen und vor allem gut nachvollziehbaren Berechnungsbeispielen für die Dosierung.

Auch ein Sonnenbad in der Mittagszeit hilft mit den Vitamin D Spiegel anzuheben. Daneben tötet die UV-Strahlung der Sonne auch Viren und Bakterien ab.

Vitamin D - Sonnenbad in der Mittagszeit
Bild von rihaij auf Pixabay

Volkswirtschaftliche Aspekte von Vitamin D

Angesichts der jährlich wiederkehrenden Grippewelle ist es ein Muss den Spiegel in der gesamten Bevölkerung aufs Optimum anzuheben. Die damit verbundenen Kosten wäre ein Klacks im Vergleich zu dem volkswirtschaftlichen Schaden, der durch Krankheit und Therapiekosten entsteht.

Sieht man den Verlauf der Vitamin D-Spiegel in Deutschland in den letzten zwei, drei Jahren an, sieht man, dass die populären Bücher von  unseren Experten Jörg Spitz, Nikolai Worm oder Raimund von Helden aufklärende Wirkung zeigen. Lassen Sie sich von uninformierten Ärzten nicht kirre machen. Holen Sie sich Informationen ein, aber treffen Sie eine selbstverantwortliche Entscheidung.

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