Zimtsterne – der Klassiker für den Low Carb Keksteller

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Zimt ist eine der ältesten Gewürzpflanzen der Welt und aus der Küche kaum mehr wegzudenken.

Die gemahlene Rinde ist in vielen Backwaren wie Zimtschnecken und Apfelstrudel zu finden. Bratäpfel, Glühwein und Kompott sind ohne Zimt undenkbar. Uns selbst Coca Cola gäbe es ohne Zimt nicht.

Seine Heilkräfte sind hierzulange allerdings weniger bekannt. Zimt kurbelt die Fettverbrennung an, reguliert den Blutzuckerspiegel und senkt die Cholesterinwerte. In der westlichen Medizin wird es derzeit als Heilmittel bei Diabetes getestet.

In der indischen Ayurveda-Medizin werden alle Teile des Zimtbaumes verwendet: Öl aus den Blättern, die Rinde und die Wurzeln. Ersteres wirkt wärmend und entzündungshemmend, was besonders wohltuend bei Erkältungen ist.

Zimtsterne - Zimtstangen

Für Heilzwecke sollte ausschliesslich Ceylon-Zimt (nicht der chinesische Cassia-Zimt!) verwendet werden. Er wirkt kreislaufanregend und verdauungsfördernd, magenstärkend, löst Blähungen und entkrampft. Da er antibakteriell und fungizid sowie entzündungshemmend ist hilft er bei Entzüdungen des Darms.

Zimt wärmt nicht nur innerlich, sondern auch wunderbar als Wickel (bei Rheuma oder Kreuzschmerzen) oder Fussbad (mit einigen Tropfen Zimtöl und etwas Sahne zum Emulgieren).

Zur Kreislaufanregung kann man eine Zimstange in den Schwarztee geben. Bei Erkältungen ist eine Zimtmilch wohltuend.

Zimtöl mit Nelkenöl gemischt ist schmerzlindernd und kann bei akuten Zahnschmerzen eingesetzt werden. Entweder die schmerzende Stelle sanft einmassieren oder ein Wattepad mit einigen Tropfen Zimtöl auflegen.

Hier das Low Carb Rezept für Zimtsterne für den traditionellen Keksteller:

Zutaten:

  • 200 g gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln – auch gemischt)
  • 2 Eiweiss
  • 125 g Puder Xucker (Erythrit)
  • 1/2 TL Zitronensaft
  • 2 TL gemahlener Zimt

Zubereitung:

Das Eiweiss sehr steif schlagen. Portionsweise Zitronensaft und Erythrit löffelweise untermixen. Sollten Sie keinen Puder Xucker vorrätig haben, können Sie sich auch mit einem Mörser oder einer sauberen elektrischen Kaffeemühle behelfen und statt dessen Premium Xucker (Xylit) nehmen. Verwenden Sie aber keine groben Zuckerkristalle, denn dann müssten Sie sehr lange mixen, was dem Glanz der Glasur Abbruch tun würde. Drei Esslöffel vom Eischnee für die Glasur reservieren.

Haselnüsse und Zimt vorsichtig mit einem Schneebesen oder einem Kochlöffel unter den restlichen Eischnee heben – keinesfalls mixen. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig zwischen Backpapier oder in einem großen Gefrierbeutel ausrollen und Sterne ausstechen. Die Ausstechform zwischendurch in Puder Xucker tauchen. Sollte der Teig noch zu klebrig sein, nochmal ab in den Kühlschrank und gut kühlen – dann lässt er sich besser ausrollen. Die Sterne auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit der reservierten Eischnee-Glasur bestreichen. Im vorgeheizten Backrohr bei etwa 120° Ober- und Unterhitze oder 100° Heissluft ca. 15 Minuten eher trocknen als backen. Sie sind fertig, wenn sich der Boden leicht zu bräunen beginnt. Die Glasur sollte jedenfalls weiss bleiben. Nicht zu lange backen – die Zimtsterne sind noch ziemlich weich, wenn sie heiss aus dem Ofen kommen. Beim Abkühlen werden sie dann fester.

Zimtsterne mögen keine dicht schliessenden Keksdosen. Also Deckel besser lose auflegen. Sollten Sie doch einmal zu fest geworden sein, ein paar Apfelschnitze in die Dose geben, damit sie wieder weich und mürbe werden.

Was tut man mit dem übriggebliebenen Eigelb? Am besten gleich für Vanillekipferl verwenden!

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