Bisphenol A: Plastikflaschen und Getränkedosen machen dick!

Plastikflaschen und Dosen
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Auf den Punkt gebracht: Übergewicht ist die Folge von zu wenig Bewegung und falsche Ernährung… Doch seit einiger Zeit wird ein neuer Auslöser erforscht: Bisphenol A, das in fast allen Plastikflaschen und Dosen enthalten ist, bringt nicht nur den Hormonhaushalt durcheinander, sondern stört auch den Fettstoffwechsel.

Bisphenol A kommt ist neben PET-Flaschen, Konservendosen und Plastikfolien auch in Spielzeug und Elektrogeräten, sowie Thermopapier von Kassenzetteln vorhanden. Die Chemikalie gelangt zum Beispiel durch Hautkontakt, aber auch durch die Atmung in den Körper, wo sie empfindliche Störungen verursacht. Das die Chemikalie (Brust-)krebserregend ist, nachhaltig und irreversibel den Zahnschmelz zerstört, Autismus fördert, für Wachstums- und Entwicklungsstörungen zuständig ist, ist hinlänglich belegt.

In einer gross angelegten Literaturstudie der Umweltorganisation ChemTrust wurde gezeigt, dass es naheliegend ist, dass die Belastung mit hormonellen Schadstoffen als Ursache am weltweiten Anstieg der Fettleibigkeit unterschätzt wurde.

Übergewicht entsteht, wenn der Körper mehr Nahrung aufnimmt, als er benötigt. Normalerweise sendet das Sättingungshormon Leptin ein Signal ans Gehirn, wenn ausreichend Nährstoffe im Körper sind. Der Appetit wird nun gezügelt, ein gesunder Mensch hört auf zu essen. Bisphenol A stört diesen Regelmechanismus: Das Sättigungsgefühl wird nicht mehr wahrgenommen und es wird weitergegessen, obwohl der Körper schon längst keine Nahrung mehr benötigt. Erst das Völlegefühl eines überladenen Bauches vermag Einhalt zu gebieten.

Die offiziellen Grenzwerte von Bisphenol A liegen viel zu hoch. Einzelne Länder wie Frankreich haben deshalb bereits Komplettverbote für die Substanz in Lebensmittelverpackungen. In Deutschland darf zumindest in Produkten fürs Kleinkindalter, wie z.B. Säuglingsflaschen, kein Bisphenol A mehr enthalten sein.

Kunststoffe, die mit Bisphenol A hergestellt werden sind billig, leicht, transparent und gut zu verarbeiten – und damit ein beliebter Werkstoff der Industrie, der gerne und viel verwendet wird. Das erschwert es dem Konsumenten, sich vor hormonellen Schadstoffen zu schützen.

Wie kann man sich schützen?

Meiden Sie möglichst Nahrunsmittel aus Plastikverpackungen. Dazu zählen eingeschweisste Lebensmittel, aber auch Essen aus Konserven. Auch in Cola- und Bierdosen steckt der Schadstoff.

Kochen Sie frisch und kaufen Sie wenn möglich Obst und Gemüse lose ein. Trinken Sie Leitungswasser und Tees, für die es keine Plastikflaschen braucht. Solls mal Sprudel sein, greifen Sie auf Glasflaschen mit regionalen Wassersorten zurück.

Verbannen Sie Plastikgeschirr so gut wie möglich aus ihrer Küche. Einfrieren kann man auch in Marmeladengläsern statt Plastikbeuteln und -dosen. Porzellan ist ohnehin viel schöner als Plastikschüsseln.

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